Wenn du von 🍕 Pizza 🍕 pupsen musst

Von Pizza muss ich pupsen. Von KĂ€sefondue erst recht. Ja, ich bin eine ziemlich intolerante Person – der Laktose gegenĂŒber. Seit geraumer Zeit bin ich laktoseintolerant und ich weiss noch genau, wie das angefangen hat.

Vor ungefĂ€hr 3 Jahren hatte ich mich dazu entschieden, dass ich mich vegan ernĂ€hren wolle. Die Voraussetzungen dafĂŒr waren perfekt: Ich wohnte alleine und musste dementsprechend beim Kochen auf niemanden RĂŒcksicht nehmen. Hinzu kam, dass der vegane Lebenstil sowieso gerade mega im Trend war und ĂŒberall bekam man vegane Produkte, respektive ploppten immer mehr Restaurants aus dem Boden, die eine vegane KĂŒche anboten.

Mein Ansporn dahinter war es jedoch keinesfalls, dem Trend zu folgen. Ich nahm einfach das vermehrte Angebot als Chance wahr, die vegane ErnĂ€hrung auszuprobieren und zu erfahren, wie mein Körper darauf reagieren wĂŒrde. Ich ernĂ€hrte mich schon immer ziemlich gesund und so war das fĂŒr mich ein eher kleiner Schritt.

Ausserdem hatte ich bereits annÀhernd Erfahrungen gesammelt, wie es ist, sich vegetarisch zu ernÀhren, da ich wÀhrend meiner Zeit auf dem Gymnasium (10.-13. Klasse) auf jegliches rote Fleisch verzichtet hatte. Blieben also jegliche Milchprodukte und andere tierische Erzeugnisse wie Honig. Ich liebte Honig!

Eigentlich hört sich das im ersten Moment gar nicht so schlimm an: Verzicht auf Fleisch, Milchprodukte und sonstige tierische Erzeugnisse wie Honig und Eier. Da bleiben einem doch noch so wahnsinnig viel andere Nahrungsmittel zur VerfĂŒgung; das Angebot ist nahezu unendlich.

Zumindest, wenn man selber kocht. Es fing dann an, knifflig zu werden, als ich die Zeit nicht mehr fand, mein Mittag-Essen selber vorzubereiten und ich immer öfter auf die Kantine oder den BÀcker ausweichen musste. Ganz zu schweigen von Restaurants, die noch schön deftige Mahlzeiten zubereiteten, und in die ich eingeladen wurde.

Nach einem Jahr hatte ich die Nase voll. Ich vermisste den Honig, ich vermisste es, unkompliziert auswĂ€rts essen zu gehen und ich vermisste das Fleisch! Der Nutzen, den ich daraus zog, dass ich mich zwar gesund und frisch fĂŒhlte, waren einfach viel zu klein im Vergleich zu den wachsenden Kosten, die ich tragen musste (Merkt man, dass ich gerade Mikroökonomik lerne?). Also entschloss ich mich kurzerhand, wieder auf meine frĂŒhere ErnĂ€hrungsweise zu wechseln.

Mein Körper war da anderer Meinung. Fortan liess er meine Verdauung verrĂŒckt spielen, sobald ich Milchprodukte zu mir nahm. BlĂ€hungen, ein unangenehmes Ziehen im Magen, Durchfall und natĂŒrlich die vermehrt produzierte Menge an Gas, die meinem Körper plötzlich entfloh – Ich war laktoseintolerant geworden.

Vorbei war er mit der Freiwilligkeit. Ich verzichte nun nicht mehr auf Milchprodukte, weil ich einen anderen ErnÀhrungsstil ausprobieren möchte, sondern weil in kleine Lust auf unfreiwillige Pups-Orgien habe.

NatĂŒrlich gibt es Tabletten, die meine fehlenden Laktase (die Enzyme, die Laktose, also Milchzucker, abbauen) ersetzen, was sehr wertvoll ist, aber wer will schon vor jeder Mahlzeit 1-3 Tabletten schlucken? Das kommt im Alter noch frĂŒh genug. Und auf Milchprodukte zu verzichten, war fĂŒr mich nach diesem einen Jahr ja nichts Neues mehr. Neu allerdings war, dass viele GewĂŒrzmischungen und Fertigprodukte ebenfalls Milchzucker enthielten, auch wenn sie ĂŒberhaupt nichts mit Milch zu tun hatten.

Seither mache ich das so: Wenn ich zuhause bin und Lust auf Pizza habe, dann esse ich Pizza – ohne Tabletten. Weil zuhause ist es mir egal, ob ich einen BlĂ€hbauch habe oder nach 5 Minuten auf das Klo rennen muss, aber auf Pizza zu verzichten fĂ€llt doch jedem schwer, nicht? Und wenn ich auswĂ€rts essen gehe oder bei Freunden eingeladen bin, dann nehme ich einfach meine Tabletten. Ende der Geschichte.

Alles in allem ist es natĂŒrlich nicht einfach, wenn man plötzlich nichts mehr ertrĂ€gt, wo Milchprodukte drin sind – das fĂ€ngt bei der Butter an den Nudeln an, geht ĂŒber das FrĂŒhstĂŒcksgipfeli und hört beim KĂ€sefondue auf. Aber Dank den Tabletten ist eigentlich auch das nicht schlimm. Trotzdem: Milchprodukte gibt’s keine mehr in meinem KĂŒhlschrank – ausser lactosefreier HĂŒttenkĂ€se.

Wie ernĂ€hrt ihr euch? Habt ihr schon mal solche Selbst-Versuche gemacht? Seid ihr allergisch auf ein Nahrungsmittel? Schreibt’s mir in die Kommentare!

Eure Cielle

PS: In der Kategorie Food habe ich einige tolle Sommer-Salate fĂŒr euch – ganz laktosefrei!

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