Weekend in LAS VEGAS

Der Tag begann früh. Bereits um 5 Uhr klingelte der Wecker: Zeit um aufzustehen, zu duschen, die letzten Sachen zu packen. Um 6 Uhr klopfte ich bei Lisa an die Tür, um meine Sachen bei ihr unterzubringen, da ich mein Zimmer aus organisatorischem Versagen seitens der Schule wechseln muss. 20 Minuten später verliessen wir die Monastery in Richtung Union Square, unserem Treffpunkt.

Die Fahrt dauerte lange. Über 11 Stunden waren wir unterwegs, mit zwei Zwischenstopps, in denen wir essen, trinken, uns die Beine vertreten und vor allem auf Toilette gehen konnten. Natürlich liessen wir uns die Möglichkeit nicht entgehen, im Bus Schlaf vor zu holen. Wir hatten schliesslich hohe Erwartungen an die Partystadt und nicht umsonst haben wir uns mit 10 Stunden Shoppen in zwei Tagen (schau dir hier den Shopping-Vlog an) auf das Wochenende vorbereitet. Allerdings wollte ich mir die Landschaft ungern entgehen lassen. Von grün und flach wechselte sie zu sandigen Steppen mit Aprikosen-Plantagen und ausgetrockneten Hügeln, je weiter wir ins Landesinnere fuhren. Und war das Wetter morgens an der Küste noch grau und kalt, bekamen wir in der Wüste Nevadas die ganze Ladung praller Hitze ab.

Es war bereits Abend, als wir in Las Vegas ankamen und unsere Zimmer beziehen konnten. Dann hiess es aufbretzeln, was essen gehen und dann ab zum ersten Partylokal. Das Drai’s befand sich auf dem Dach eines der vielen Gebäude mit wahnsinnig toller Aussicht, einem riesigen Pool und einem DJ, der wohl leider zu wenig geübt hatte. Die Tänzerinnen holten es aber wieder raus, auch wenn sie weniger tanzten als posten. Es war bereits 3 Uhr, als wir uns dann entschieden, zu gehen. Im wahrsten Sinne des Wortes „gehen“, denn wir liefen zu Fuss gut eine Stunde zurück ins Hotel – das Luxor. Unsere Füsse bedanken sich bei uns mit wüsten Blasen und schmerzenden Sohlen.

  
    
 Der Tag darauf versprach eine Sensation zu werden. Poolparty war angesagt. Ebenfalls im Drai’s, wo die Aussicht einfach nur gigantisch sein würde. Allerdings waren wir nach nicht einmal fünf Minuten wieder weg. Die Atmosphäre war lau, die meisten schon betrunken (es war noch nicht mal Mittag) und einer hatte das grössere Ego als der andere. Das war uns zu blöd und so erkundeten wir lieber Las Vegas bei Tag. Und wie wir feststellten, gab es da leider nicht viel zu erkundigen. Die Stadt, die nachts so bunt leuchtet und voller Leben pulsiert, ist tagsüber grau und langweilig. Wenn man nicht den ganzen Tag verschlafen oder verzocken wollte, gab es da kaum was zu sehen. So kam es, dass wir fast zwei Stunden in der Polaroid Fotobar verbrachten, einem Shop, in dem man seine Instagram- oder andere Fotos in Polaroid-Form ausdrucken lassen konnte. Am Ende hatte ich 30 Fotos in der Tasche und 30 Dollar weniger im Portemonnaie. Aber dafür eine richtig coole Erinnerung an Las Vegas.


Nachdem wir mit dem Zug einmal quer durch ganz Las Vegas gefahren sind, entschieden wir uns, zurück ins Hotel zu gehen. Bevor es weiter in die zweite Partynacht ging, wollten wir uns noch etwas erholen, die unendlich bequemen, wolkengleichen Betten geniessen und uns zurechtmachen. Oh ja, mit unseren glitzernden Kleidern waren Lisa und ich die Queens des Abends. Und auch die Party hätte nicht geiler sein können, das Lokal nicht eindrucksvoller, die Nacht nicht länger.

  
 Und der Schlaf nicht weniger. Doch obwohl ich ein paar Stunden Schlaf ärmer war, bin ich nun um einige Erfahrungen, Eindrücke und Fotos reicher.

Schaue dir jetzt hier mein Vlog dazu an und vergiss nicht, einen Kommentar da zu lassen!

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