Lebens-Upgrade: Erholung

Erholung, Entspannung, 3 Tage einfach mal nichts tun und sich über nichts Gedanken machen ausser zu entscheiden, was ich essen mag oder ob ich gerade Lust auf Schlafen oder Sauna habe. Einfach mal den Kopf ausschalten und offline leben. Das habe ich gebraucht.

Mein letzter Urlaub – der 6-wöchige Sprachaufenthalt in San Francisco – ist jetzt schon ein Weilchen her. Vierzehneinhalb Monate genau gesagt. Das ist in Ordnung, ich mag meine Arbeit und ich mag es, dass immer was los ist! Und doch habe ich in den letzten Wochen gemerkt, dass mir Erholung fehlt. Einige von euch werden jetzt wohl denken ‚häh, wofür gibt es denn Wochenenden?‘ – Aber für mich sind Wochenenden da zum Vorproduzieren von Videos, Referate vorbereiten und halten, putzen, waschen, einkaufen, Rechnungen bezahlen etc., einfach alles, was unter der Woche zu kurz kommt und zack! sind wie Wochenenden vorbei. Eben, es ist immer was los bei mir.

Da kam mir die Zusammenarbeit mit dem Arcona Living in Schaffhausen total gelegen! 3 Tage lang durfte ich mich zusammen mit meiner Mum im Hotel einnisten und dessen Dienstleistungen geniessen. Ich möchte euch davon erzählen.

Das Arcona Living liegt in Schaffhausen. Nicht gerade um die Ecke also. Meine Mum und ich haben ein paar Mal hin und her überlegt, ob wir mit dem Auto rausfahren, oder den Zug nehmen. Anfangs war es eigentlich eine klare Sache: Auto. Und dann haben wir uns 2 Tage vor der Abreise noch umentschieden: Wir würden mit dem Zug hinfahren. Ich bin ja generell ein Fan von Zugreisen, aber das war schon mal die beste Entscheidung für den Reiseweg überhaupt. Das Arcona Living liegt nämlich direkt beim Bahnhof. Also so richtig direkt daneben. Geht man den Aufgang gegenüber dem Stadtzentrum hinauf, steht man nämlich bereits direkt vor dem Eingang. Und nicht zu verachten ist natürlich die Einfahrt in Schaffhausen. Der Zug fährt gegenüber dem Rheinfall entlang, mit direkter Sicht auf das Schloss und den Wasserfall. Genial.

sdr

Eines der Highlights überhaupt im Urlaub ist ja stets, das Hotelzimmer zu betreten. Ich finde es immer total spannend, wie das Zimmer eingerichtet, wie die Aussicht ist, was da so für Deko rumsteht und natürlich auf das Bett. Betten sind wichtig, schliesslich vertrauen wir den Betten unseren Körper an und schlafen da in der Regel für 6-9 Stunden drin. Da ist eine gute Matratze schon mal wichtig. Schlaf wird ja generell unterbewertet in der heutigen Gesellschaft, finde ich. Und die Matratze fand ich gerade richtig – nicht so weich, dass man direkt darin versinkt, eher etwas härter, sodass der Körper gut gestützt ist.

Unser Zimmer befand sich im 4. Stock, ganz hinten im Gang. Wir waren mehr als überrascht von dem Zimmer, das wir bekommen hatten. Es war gross, mit einer gemütlichen Sitz-Ecke direkt bei den Fenstern, von wo aus man über den Bahnhof hinweg eine tolle Aussicht hatte, bis zum Munot auf der einen Seite und zum Turm auf der anderen. Ich sass hin und wieder auf der breiten Fensterbank und schaute einfach nur hinaus und habe das Geschehen beobachtet. Die erdigen Farbtöne, mit denen das Zimmer eingerichtet war, wirkten sehr entspannend und versetzten uns bereits in Vorfreude, danach das Spa zu besuchen. Aber es lud auch sehr zum Verweilen ein und so hielten wir uns auch gerne einfach nur im Zimmer auf.

sdr

Als wir das Zimmer bezogen und uns etwas eingenistet hatten, assen wir in der Hoteleigenen Weinwirtschaft zu Mittag. Es sah einfach schon sehr einladend aus mit diesen knallig frischen Farben und der echt stylischen Einrichtung (und die Weinflaschen, natürlich, ihr kennt mich ja). Ausserdem waren wir zu hungrig, als dass wir abenteuerlustig ein Restaurant in der uns unbekannten Stadt hätten suchen wollen. Am 3. Tag waren wir zwar dann in Schaffhausen unterwegs und haben ein Restaurant gesucht, aber ausser Pizza oder gut Bürgerlich haben wir irgendwie nichts gefunden. So kam es, dass wir letztendlich jeden Mittag in der Weinwirtschaft des Hotels zu Mittag assen – Frühstück sowieso, da es integriert war und das Abend-Menü wurde uns sogar übernommen. Mega lieb. Und sooo gut, ehrlich. Die wissen echt, was die da in der Küche machen. An dieser Stelle auch noch eine kleine Lobeshymne an das Service-Personal. So freundlich und schnell habe ich das sehr selten erlebt und ist nicht selbstverständlich.

So, nun aber ab zum eigentlichen Thema, weswegen wir da waren: Erholung! Das AsiaSpa bietet viel Platz mit den unterschiedlichsten Saunas, einem Hamam, Massage-Räumlichkeiten, eine Lounge mit zur Verfügung gestelltem Tee und einem Fitness. Wir hatten Zutritt zum Sauna-Bereich, der Lounge und dem Fitness, das uns gesponsert wurde. Da wir 3 Tage da waren, hatten wir genügend Zeit, um alles auszuprobieren. Zugegeben, bei all dieser Entspannung sich noch körperlich zu betätigen und ins Fitness zu gehen, hat uns etwas Überwindung gekostet. Aber das hatte sich gelohnt. Die Geräte waren alle top-modern, sauber und zeigten dir auf einem Display genau an, wie viele Wiederholungen bei wie viel Gewicht und wie schnell gemacht wurden. Bist du zu schnell oder zu langsam, wird das auf dem Display angezeigt. Ausserdem gibt es eine Getränke-Ecke mit Flaschen, die man sich ausleihen kann, einem Wasserbecken und verschiedene Sirups, an welchen man kostenlos bedienen durfte. Ein wahrer Luxus, wenn ich an das Fitness-Center denke, bei dem ich (noch) angemeldet bin.

Aber aus dem Sauna-Bereich wäre ich am liebsten gar nicht mehr wieder rausgekommen. Keine Ahnung, wie viele Stunden ich auf einer der Liegen geschlafen habe. Aber es waren einige. Und ich hätte, als ich da ankam, auch gar nicht damit gerechnet, dass Saunen so entspannend sind. Ich bin – oder war – nämlich nicht so die Sauna-Gängerin, weil ich immer dachte, dass es mir zu heiss ist. Aber man muss ja auch nicht direkt mit der 90°-Sauna beginnen.

mde

Das AsiaSpa bietet 5 verschiedene Saunen an:

Shichimi-Sauna – 55° C – unser Favorite

Eine japanische Gewürzmischung gibt dieser Sauna ihren Namen. Der warme und kräftigende Duft von Kräutern verbreitet sich in diesem eher milderen Raum und hilft beim Stressabbau und Entspannung. Jep, genau, was ich brauchte und unsere absolute Lieblings-Sauna, weil nicht zu heiss, dafür aber schön feucht.

Lotus-Sauna – 80° C – für die Abwechslung

Unsere grösste Sauna ist zugleich unsere Aufgussauna. Wechselnde Spezialaufgüsse machen das Saunieren zum Erlebnis. Definitiv lohnenswert, seine Sauna-Gänge um die Aufgüsse zu planen. Die Pläne wechseln für die Wochenenden und die Düfte sind sehr angenehm. Wir haben einige mitgemacht und es war jedes Mal total anders, mal mit Tee, mal mit Eis und Ölen, mal mit einer Ganzköper-Maske. Die Sessions gehen lediglich 10 Minuten, daher perfekt auch für Einsteiger wie uns – trotz den 80°.

Fuji-Sauna – 90° C – Meine Herausforderung

Der Fuji ist der höchste Berg Japans und zugleich ein Vulkan. In dieser Heisssauna können Sie richtig abschalten, Ihre Gedanken ordnen und alle Sorgen vergessen. – Sorgen vergessen ja, aber dafür musste ich mich selbst dran erinnern, nicht aufhören zu atmen. 90° sind schon verdammt heiss, wenn man sich das nicht gewohnt ist. Zweimal war ich drin, immer so als kleines Highlight, bevor ich mich dann ins Land der Träume verabschiedete – nach einem Kälteschock natürlich. Mein Körper war danach immer so kaputt, dass ich sofort eingeschlafen bin.

Finnische Sauna – 75° (nur im Damenbereich)

Das war unsere Einstiegs-Sauna. So als Sauna-Frischlinge getrauten wir uns erst nicht, da so nackt rumzulaufen, aber irgendwann war uns das dann auch egal. Ausserdem ist man ja nicht komplett nackt, es gibt ja Handtücher und Bademäntel, die vom AsiaSpa zur Verfügung gestellt werden.

Dampfbad (nur im Damenbereich)

Das beste, was man machen kann, wenn man etwas kränkelt und die Atemwege freikriegen will. Aber schon auch sehr nass.

Saunabaden – so gehts & das bringts

  1. Vorbereitung: Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig essen. Kurz aufs Klo.
  2. Duschen. Gut abtrocknen, denn nasse Haut schwitzt weniger schnell.
  3. Zur Förderung des Schwitzens allenfalls ein warmes Fussbad geniessen.
  4. In der Sauna immer aufs Handtuch sitzen. Am besten in die mittlere oder obere Reihe, dort ist die Luft heisser.
  5. Maximal 15 Minuten ausharren. Am besten ist es, sich einfach auf sein Gefühl zu verlassen.
  6. Die letzten 2 Minuten unbedingt sitzen, damit sich der Kreislauf an die aufrechte Haltung gewöhnen kann und das Blut nicht plötzlich in die Beine sackt.
  7. Sofort kalt abduschen oder sogar mit Eis schrubben. Tipp: 2-3 Handvoll Crash-Eis auf den Boden geben und draufstehen. Der wiederholte Wechsel von heiss und kalt trainiert die Blutgefässe und erhöhen die Widerstandsfähigkeit des Körper.
  8. Zur Entspannung in den warmen Sitzpool oder ein warmes Fussbad.
  9. Schlafen. Oder einfach etwas liegen. Hauptsache entspannen und ausruhen.
  10. Mehr als 3 Sauna-Gänge hintereinander sind nicht gesundheitsfördernd. 3x ist aber optimal.
  11. Zwischendurch viel trinken. Am besten Tee, keine kalten Getränke.
  12. Nebst der Erweiterung der Blutgefässe wirkt sich das Saunabaden ausserdem positiv aus auf die Bildung von Abwehrstoffen gegen Infekte, auf einen zu hohen Blutdruck  und auf die Leistung des Nervensystems und wichtigen hormonellen Organen.

Falls es meine Zeit erlaubt, werde ich wohl künftig vermehrt eine Sauna aufsuchen. Die Wirkung hat nämlich noch lange angehalten und auch jetzt denke ich noch gerne daran zurück. Einen einzigen kleinen Input habe ich aber: Die Sauna fühlte sich dermassen gut an für den Körper, dass wir etwas für die Haut vermissten. Die Sauna und das Wasser hatten unsere Haut ziemlich ausgetrocknet und deswegen haben wir uns in der Stadt noch ein Körper-Öl geholt. Wenn es ein Öl vor Ort gegeben hätte – egal ob gegen Gebühr oder kostenlos – dann wäre alles perfekt gewesen.

So hatten wir dann aber auch noch etwas von der Stadt. Ich kannte Schaffhausen überhaupt nicht. Wir waren sehr überrascht, wie schön die Innenstadt ist. Sehr sauber, wunderschöne Brunnen, eine Fassade schöner, als die andere. Wir kamen aus dem Staunen kaum mehr heraus. Jedes Haus hat ausserdem einen Namen: Zum Pfirsichbaum oder so ähnlich. Wir hatten uns einen Spass daraus gemacht, die witzigsten Namen zu finden. Ein Besuch in Schaffhausen lohnt sich wahrlich!

So, jetzt habt ihr so viel gelesen, jetzt gibt es noch ein paar Bilder:

Da Weihnachten schon bald vor der Tür steht; wie wäre es mit einem Wellness-Weekend als Geschenk? In der heutigen stressigen Zeit tut das echt gut! 🙂

Eure Cielle

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