#BlutFürDieWelt

Es muss nicht immer Geld sein. Blut zu spenden ist eine genauso tolle Sache, wenn nicht sogar etwas, worauf man stolzer sein kann, als beim Geld Spenden. Geld ist unpersönlich und man weiss nicht immer genau, was damit passiert. Blut hingegen ist ein Teil des Körpers – der Lebenssaft, die Essenz, die den Körper versorgt. Geld mag toll sein, um Hungernden in Not zu helfen, aber beispielsweise Unfallopfer bringt es genau gar nichts.

Ich habe Blutgruppe 0-, die seltenste, aber begehrteste Blutgruppe, da jeder sie verträgt und letzte Woche war ich beim Blutspenden. Es war nicht das erste Mal, dazu hätte ich mich alleine wohl nicht getraut. Es braucht schon etwas Überwindung sich auf diesen Stuhl zu setzen, im Wissen, dass einem gleich eine fiese dicke Nadel in den Arm gesteckt und ein halber Liter Blut abgezapft wird.

Ein halber Liter Blut ist für den Körper eine ziemlich grosse Menge und die Auswirkungen sind auf keinen Fall zu unterschätzen. Blut zu spenden, ist eine körperliche Anstrengung, auch wenn man nur da liegt und zuschaut, wie das Blut den Beutel füllt. Und gelegentlich den Knetball drückt.

Aber von vorne. Zum Blutspenden muss man volljährig, also mindestens 18 Jahre alt sein und ein Körpergewicht von mindestens 50kg haben. Falls du dich für das Blutspenden interessierst, aber dich bisher nicht getraut hast, weil du nicht genau weisst, was dich da erwartet, kannst du hier nachlesen, ob du geeignet bist zum Blutspenden. Ist das der Fall, verabredest du dich am besten mit einem Freund, der das erste Mal bereits hinter sich hat. Jemanden an seiner Seite zu haben, kann sehr beruhigend sein.

Meldet euch dann bei der interregionalen Blutspendezentrale des SRK um einen Termin zu vereinbaren. Ihr könnt auch spontan hingehen, mit einem Termin werdet ihr allerdings bevorzugt und müsst weniger lange warten. Bei jedem Termin müsst ihr einen Fragebogen zu eurer Gesundheit und eurem Lifestyle ausfüllen. Ganz wichtig ist vor allem, dass ihr gesund seid und vor dem Termin etwas gegessen und viel getrunken habt. Ich trinke vorher noch etwa einen Liter Wasser.

Ist der Fragebogen okay, wird euch etwas Blut abgenommen und der Blutdruck gemessen. Sind auch diese Werte gut, geht es weiter zum Blutspenden. Ob ihr am linken oder rechten Arm angezapft werden wollt, ist eure Entscheidung, aber oft kommt es vor, dass ein Arm geeigneter ist. Bei mir ist es der linke Arm. Da dort die Adern sehr schön sichtbar und gut platziert sind, lieben sie alle diesen Arm heiss.

Zugegeben, die Nadel ist ziemlich dick und bei ihrem Anblick werde ich jedes Mal etwas nervös. Aber die Angestellten dort wissen genau, was sie tun. Ich schaue einfach immer woanders hin. Letztlich spürt man dann doch nicht mehr als ein Pieks. Die Nadel wird dann sogar abgedeckt, damit man nicht sieht, wie sie im Arm steckt.

Jeder reagiert anders auf den Blutverlust. Da kann der breiteste Schrank daher kommen und umkippen, während eine junge schmale Person praktisch nichts merkt. Ich bin während dem Blut Abzapfen immer total hibbelig und gut gelaunt, während mein linker Arm langsam komplett kraftlos wird. Auch danach fühle ich mich etwas kraftlos und vor allem müde. Etwas essen, dann Heim gehen und schlafen ist meistens die Konsequenz. Einfach bloss nichts Anstrengendes!

Was bleibt ist das tolle Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, ein leckeres Sandwich for free und das Wissen, dass das Blut entweder jemandem gegeben wird, der aus irgendeinem Grund einen Blutverlust erlitten hat, oder – falls es dafür nicht geeignet ist – es in der Forschung verwendet werden kann. Manchmal bleibt auch ein blauer Fleck in der Armbeuge. Bei mir war es diesmal auch so. Gleich am nächsten Tag hatte sich meine Armbeuge gelbgrün verfärbt, was sich in den Tagen danach sogar ins blauviolette zog, aber nach etwa einer Woche ist das wieder weg.

Was haltet ihr vom Blutspenden? Seid ihr Spender?

Eure Cielle

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